Weiterbildung für Führungskräfte

Bereits im sechsten Jahr in Folge besuchte Lars Seeger, Hamburger Berufsfeuerwehrmann und Trainer vom Team Atemschutzunfaelle.eu, die Feuerwehr Zeulenroda-Triebes.
Das Team Atemschutzunfaelle.eu begann 1996 seine Arbeit und besteht mittlerweile aus 30 Mitstreitern. Es stürzt sich intensiv auf das Thema Atemschutz, da sich in diesem Bereich vermutlich die meisten schweren Unfälle ereigneten. Gemeinsam wollen sie Feuerwehrangehörige der Feuerwehren sensibilisieren und stärker ausbilden, um Unfällen vorzubeugen. Dies geschieht durch Aufarbeitung und Veröffentlichung von Atemschutzunfällen, Vorträge und professionelle Trainings vor Ort.

In diesem Jahr hatte sich der Hamburger gemeinsam mit Carsten Fröb, Leiter Atemschutz Feuerwehr Zeulenroda-Triebes, die Weiterbildung der Führungskräfte zum Auftrag gemacht.
Am Donnerstag- und Freitagabend, 17. und 18. September, hielt der Trainer interessante Vorträge in der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda. Er zeigte anhand vergangener tragischer Atemschutzunfälle, welche Fehler von Seiten der Führungskräfte (Gruppenführer/ Einsatzleiter) begangen wurden, wodurch letztendlich die verunfallten Atemschutzgeräteträger nicht rechtzeitig gerettet werden konnten. Er ermutigte dazu, aufgetretene Fehler ehrlich aufzuarbeiten anstatt immer einen „Schuldigen“ zu suchen. So können auch andere Feuerwehrenangehörige aus dem Fehler lernen.
Anhand eines erweiterten „Führungskreislaufs“ gab er den anwesenden Führungskräften Gedankenstützen an die Hand, um beim „Mayday-Fall“ den Einsatzablauf besser strukturieren zu können. Bei „MaydayMaydayMayday“ handelt es sich um den Notfall-Funkspruch, wenn Atemschutzgeräteträger im Innenangriff einen Unfall erleiden.

Am Samstagmorgen, 19. September, traf man sich um 8:00 Uhr an einem Übungsobjekt in Bernsgrün. Dort konnten sich neu ausgebildete Atemschutzgeräteträger aus Zeulenroda und Langenwolschendorf gemeinsam mit „Atemschutz-Multiplikatoren“ im verrauchten Gebäude unter Beweis stellen.
Die Führungskräfte konnten die verschiedenen Einsatzlagen leiten und mussten das zuvor Gelernte bei simulierten Atemschutzunfällen anwenden. Die realistisch dargestellten Übungsszenarien wurden im Nachhinein von Ausbilder Seeger ausgewertet und Fehler analysiert, sodass am Ende der dreitägigen Schulung einige Erfahrungen und Ideen mit in die eigenen Feuerwehren genommen wurden.
Die Freiwillige Feuerwehr Arnsgrün beteiligte sich mit vier Gruppenführern am theoretischen und einem Gruppenführer am praktischen Weiterbildungsteil.

 

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